Ju-Jitsu

Was ist Ju Jitsu? Ju Jitsu ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Ju Jitsu soll ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Selbstverteidigung bieten und – unter anderem durch die Stärkung von Charakter und Selbstbewusstsein – auch zur friedlichen Lösung von Konflikten beitragen. Das moderne Ju Jitsu ist Selbstverteidigung als Kampfkunst. Ursprünglich aus Japan stammend, wurde es von Jigoro Kano modernisiert und in der westlichen Welt verbreitet.

Im Ju Jitsu besteht das Ziel darin, verschiedene Körperkontakt-, Schlag-, Tritt- und auch Waffenangriffe abzuwehren. In der Basis wird dies mit einfachen Selbstverteidigungstechniken erlernt. Fähigkeiten wie Standfestigkeit, Gleichgewicht, optimale Ausrichtung, Kenntnisse der Biomechanik, aber auch die Kontrolle von Körper, Emotionen und Gedanken sind Teil davon. Je länger die Kampfkunst ausgeübt wird, desto komplexer werden die Abwehrtechniken und Kombinationen.

Der Name Ju Jitsu bedeutet «die sanfte Kunst» und soll ausdrücken, dass mit dem optimalen Einsatz der Energie das Gegenüber kontrolliert werden kann. Idealerweise arbeitet man mit der Kraft, die das Gegenüber einbringt, sodass nur wenig eigene Kraft notwendig ist.

Der zugrundeliegende Ehrenkodex regelt den Umgang untereinander und das Verhalten im Dojo (Kampfkunstraum). Dazu gehören Freundschaft, Ehre, Selbstbeherrschung, Mut, Bescheidenheit, Höflichkeit, Wertschätzung, Ernsthaftigkeit und Hilfsbereitschaft. Die Maxime von Jigoro Kano besagt, dass eines der obersten Ziele ist, gemeinsam zu gedeihen und gemeinsam besser zu werden, sowie die eigenen Kräfte bestmöglich einzusetzen.

Gesundheitsförderung, persönliche Entwicklung, Freude am Training und am Lernen sind uns wichtig. Daher werden die Trainings auch so gestaltet, dass die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, egal mit welchem Hintergrund, möglichst viele Jahre Freude im Training erfahren.

Was wird im Ju Jitsu trainiert? Zentrale Elemente unseres Ju-Jitsu-Trainings sind Schlag-, Kick- und Abwehrtechniken gegen Kontaktangriffe und Waffenangriffe (für höhere Gurtstufen), Hebeltechniken im Stand und am Boden, Wurftechniken, Festlege- und Kontrolltechniken sowie Befreiungen daraus am Boden. Ju Jitsu kann als Kampfkunst betrieben werden, in der hauptsächlich Techniken trainiert werden. Aber auch dort sind Randori (Übungskämpfe und Anwendungen) Teil des Trainings. Ju Jitsu kann aber auch wettkampforientiert als sportliche Auseinandersetzung betrieben werden.

Im Ju Jitsu gibt es vier Wettkampfformen: Fighting System, Duo System, Ne Waza System und Kata. Für die höheren Graduierungen ist Kata (festgelegte Formen und Abläufe) Teil der Prüfungen.

Wettkampf eignet sich gut, um die Reaktionen des eigenen Systems auf Stress- und Bedrohungssituationen besser kennen zu lernen und zu kontrollieren. Daher ist Wettkampf eine gute Möglichkeit, auch im Selbstverteidigungsbereich besser vorbereitet zu sein.

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